Hintergrund
Treff auf der IGA 2003
 
Auf der der Internationalen Gartenbauausstellung (IGA) 2003 in Rostock fand eine Veranstaltung statt, auf der der Verein "Tierärzte ohne Grenzen e.V." sein Bildungsprojekt für Schulen in Mecklenburg-Vorpommern "Wozu braucht der Mensch das Tier?" vorstellte. Bei dieser Veranstaltung war auch der Rostocker Zoodirektor Udo Nagel anwesend. In Gesprächen wurde sehr schnell die Idee geboren, den Wunsch der am Projekt teilnehmenden Kinder nach einer Unterstützung für Kinder in Afrika zu ermöglichen. Der Rosocker Zoo hatte damals 3 Watussi-Rinder (auch Ankole-Rinder genannt). So entstand die Idee eines Spendenlaufes um das Gehege der Watussi-Rinder. Der erste Lauf um das Watussi-Rind fand im September 2004 statt.
Dr. Arnold Fuchs (Umweltministerium MV), Dr. Olaf Bellmann (Tierärzte ohne Grenzen), Udo Nagel (Zoodirektor Rostock), Prof. Wolfgang Methling (Umweltminister MV) v.l.n.r. (Stand 2003)
Watussi- oder Ankole-Rinder stammen aus Uganda aus der Region Ankole. Es sind Langhorn-Zebus. Familien in Uganda halten sich meist nur wenige Tiere (ein bis fünf). Die Rinder geben nur wenig Milch, sind aber hervoragend an die Umwelt- und Futtersituation angepasst. Einige Farmer haben auch große Herden (siehe das Bild oben auf der Seite). Die Rinder werden vor allem wegen des Fleisches gehalten, auch wenn in der kleinbäuerlichen Haltung die Milch für die menschliche Ernährung genutzt wird.
  Watussi Rinder in Uganda
Grossvater mit 19 Enkeln, die er grosszieht
 
Seit 1999 ist Tierärzte ohne Grenzen e.V. in Uganda mit kleineren Projekten aktiv, hauptsächlich in der Region um die Stadt Masaka am Westufer des Viktoriasees. Dabei werden Familien unterstützt, die stark von AIDS betroffen sind. AIDS ist in dieser Region weit verbreitet, es gibt sehr viele Waisenkinder, die von nahen Verwandten großgezogen werden (siehe Bild links: Großvater mit seinen 19 Enkeln, deren Eltern nicht mehr leben). Mitglieder solcher Familien durchlaufen eine 2-jährige Ausbildung in nachhaltiger Landwirtschaft, Viehhaltung einschließlich Gesundheits- und Hygieneausbildung bei unserem Partner vor Ort (Masaka Diocesan Development Organisation - Caritas Maddo).
Nach der Ausbildung werden den Familien ein Stall und Tiere zur Verfügung gestellt. Je nach dem, welche Tiere die jeweilige Familie halten können, erhalten sie eine Milchkuh, eine Milchziege oder ein Hühnerset (5 Hennen + 1 Hahn). Aus der Nachzucht dieser Tiere müssen die Familien die gleiche Anzahl an Tieren, die sie bekam, an andere bedürftige Familien weitergeben.
  Weitergabe einer Ziege an eine Familie
Foto rechts: Bei einer feierlichen Zeremonie nahe Masaka (Uganda) übergibt. Dr. Olaf Bellmann (2.v.r) Tiere, die mit Geldern aus dem Lauf um das Watussi-Rind finanziert wurden, weitergegeben. Peter Ssenkayi (rechts) ist Development Coordinator der Partnerorganisation Maddo.